In meinem Dissertationsprojekt (gefördert durch Pro Scientia Studienstiftung, ÖAW-DOC-Stipendium und Marietta Blau Stipendium) untersuche ich den Einsatz von Geolokalisierungsmedien in der digitalen Repräsentation von Erinnerungsorten in Europa. Mich interessieren dabei Orte in Europa, die vom NS-Terror betroffen waren, und wo sich heute Formen der Erinnerungskultur etabliert haben, die sich in ihrem national-historischen Kontext unterscheiden. Fokus der Arbeit sind Anwendungen von digitalen Geomedien, zum Beispiel in Form von digitalen Karten, Augmented-Reality-Apps oder digitalen Audiowegen. Die Dissertation untersucht, wie Geomedien die realen Orte bzw. Nähe-Distanz-Verhältnisse zum Ort mitkonstituieren und wie sie in unterschiedliche nationale und internationale Diskurse verwoben sind.
Mehr dazu siehe folgende Artikel:
(2024) „Überlegungen zu einer kritischen Kartographie traumatischer Orte des Holocaust“. In Erinnerungskultur und Holocaust Education im digitalen Wandel: Georeferenzierte Dokumentations-, Erinnerungs- und Vermittlungsprojekte, herausgegeben von Victoria Kumar, Gerald Lamprecht, Lukas Nievoll, Grit Oelschlegel, und Sebastian Stoff, 1. Auflage., 35–53. Public History – Angewandte Geschichte, Band 19. Bielefeld: transcript, 2024.
(2022) „Mapping the Unapproachable: An Analysis of Digital Mappings of Traumatic Places in Europe“, Jewish Film & New Media: An International Journal, 10(2), S. 273–284. Verfügbar unter: https://doi.org/10.1353/jfn.2022.a936923.
